Die in Lichte ansässige Firma      der Gebrüder Heubach

Die "Baigneuse" - die "Badende" von Falconet

               Porzellan - Geschichte(n)

 

Da bin ich wieder für Sie, Ihre Porzellan-Reporterin

 de  K o g e n 's  Sylvia,

mit meinen Geschichten rund um Kunst und Porzellan in Thüringen

 

Die Figur der "Baigneuse" von Falconet

Figur des Bildhauers Étiene Maurice Falconet (1714-1791)

Liebe Leser,

 

heute bin ich durch ein Angebot im Internet auf eine Figur aufmerksam geworden, die auch in der Porzellanfabrik Gebrüder Heubach in Lichte ausgeformt wurde.

 

Es handelt sich um eine Figur des Bildhauers Étiene Maurice Falconet (1714-1791), der diese als Skulptur in Marmor schuf mit dem Titel "Baigneuse" (Badende).

 

Sie entstand um 1750, als Falconet Hofbildhauer des Königs Ludwig XV. war und er dessen Mätresse so lebensnah modellierte, dass diese Skulptur einen Skandal hervorrief. Heute gehört die in Marmor ausgeführte Statue zu den großen Kunstschätzen des Louvre in Paris.

 

Als Falconet Modellmeister in der Porzellanmanufaktur von Sèvres war (1757-1766), ging er dazu über, seine Großplastiken in verkleinerter Größe und Form in Biskuitporzellan zu reproduzieren, so auch die "Baigneuse". Fast einhundert Jahre nach seinem Tode, im Jahre 1853, wurde die "Baigneuse" in Sèvres erneut in zwei Größen hergestellt.

 

Im Jahre 1909/1910 kam es auch im Hause Gebrüder Heubach in Lichte zu einer Ausformung der "Baigneuse" und diese erhielt in der Liste der Modellnummern die Modellnummer 6872. Da sich hinter der Modellnummer ein Schrägstrich und die Ziffer 8 befindet, heißt dies, dass sie in 8 Größen angeboten wurde. Dies ist nicht nur durch den Modellnummernkatalog nachgewiesen, es gab auch eine Abbildung in den Velhagen und Klasings Monatsheften, 1910/1911, 1. Bd. S. 639.

 

 

Die "Baigneuse von Falconet" war ein äußert beliebtes Objekt der Nachformung in Deutschland und auch darüber hinaus, wie zum Beispiel bei der Royal Dux in Böhmen, wo sie für ihre Niederlassung in Deutschland (grüne Stempelmarke "k 2,3 Royal Dux Deutschland") eine fünfstellige Modellnummer (I 3334) erhalten hat.

 

Wirklich Authentisches über den Begründer der Royal Dux Bohemia, Porzellan-, Majolika-, Fayence- und Terracotta-Fabrik im Jahre 1860, Eduard Eichler, der neben dieser Fabrik auch eine Porzellanfabrik in Schelten in Böhmen betrieben und dort in Böhmen meinen Ururgroßvater Friedrich (Wilhelm) Koge, Sohn des (Friedrich) Heinrich Koge, beide aus Hundisburg / Althaldensleben in Preußen und aus der Porzellanfabrik des Johann Gottlob Nathusius kommend, beschäftigt hat und denjenigen Eduard Eichler, der Pate bei der Geburt meines Urgroßvaters Friedrich Koge in Schelten gewesen ist, erfahren Sie auf meiner Seite über die Familie Koge, der Koge-Page. Und es würde mich nicht wundern, wenn die Idee, die Figur der Badenden im Hause Heubach 1909/1910 nachzuformen, von meinem Urgroßvater Friedrich Koge, dem "Alten Koge" aus Böhmen ins Haus Heubach nach Lichte getragen wurde, wohin er aus Böhmen kommend, vielleicht via Royal Dux Deutschland, ausgewandert war.

 

Und so wie viele Heubach'sche Biskuitfiguren nicht am Boden, sondern im Sockelbereich der Rückseite der Figur mit der Pressmarke und/oder der Modellnummer gekennzeichnet sind, so könnten Sie, liebe Händler auch mit Blick auf den Sockelbereich der Rückseite Ihrer "Baigneuse" erkennen, ob es sich um eine "echte Baigneuse" handelt, denn dort ist sie entweder mit der Signatur von Falconet oder der Pressmarke oder gestempelten Marke von Sèvres versehen und dann hätten Sie mal einen echten Glückstreffer gelandet.

 

Übrigens gab es noch andere Bildhauer, die auch Figuren mit dem beliebten Motiv einer Badenden modelliert haben, die dann auch in Porzellan ausgefertigt wurden. Frau Fraas hat diesem Thema eine ganze Seite in ihrem Fraureut'schen Standardwerk gewidmet. Dort können Sie, liebe Leser,  bei Interesse nachschauen.

 

Die Figur des Bildhauers Étiene Maurice Falconet (1714-1791) aus dem Jahre 1750 kann auch heute noch als zeitlos schön den Betrachter entzücken, gleichwohl ob sie in Bronze, Marmor, Alabaster oder Porzellan ausgeführt ist.

 

Das war es wieder einmal von

Ihrer Porzelline de Dietrich

 

 

zitiert aus dem Ausstellungskatalog der Weltausstellung in Brüssel im Jahre 1910:

 

Die in der Modellierung und Malerei künstlerisch durchgeführten Fabrikate der Firma wurden auf fast sämtlichen neueren Weltausstellungen prämiert:

 

in Paris 1900 - mit der Silbernen Medaille

 

in St. Louis 1904 - mit der Goldenen Medaille

in Lüttich 1905 - mit der Goldenen Medaille

in Mailand 1906 - mit der Goldenen Medaille

 

Heubach Kunstabteilung: Reproduktion von Antiken. Moderne Kunstgegenstände von ersten, deutschen und französischen Künstlern.

 

Ausstellungsgegenstände: Bessere Luxusporzellane bis zur höchsten künstlerischen Vollendung.

 

Nachfolgend erhalten wir einen Blick in den Schauraum der Firma Gebrüder Heubach Lichte zur Weltausstellung in Brüssel 1919.

 

 

aus Keramische Rundschau 1910 über die Weltausstellung in Brüssel:

 

"Die Firma Gebrüder Heubach überraschte auf der Ausstellung besonders durch eine sehr schöne Kollektion von Tierfiguren, welche den besten Arbeiten der Staatsmanufakturen (Koppenhagen nicht ausgenommen) direkt an die Seite zu stellen sind. Beim näheren Betrachten nimmt man dann noch eine reiche Anzahl anderer sehr guter Porzellankunstwerke wahr, vor allem prächtige Statuetten klassischer wie moderner Art. Daran schließen sich Luxusgeräte aller Art wie Jardiniéren, Tafelaufsätze usw. und endlich eine Reihe sehr guter Porzellangemälde, ausgezeichnete Reproduktionen guter Bilder.

 

Die Ausstellung dieser Firma ist demnach nicht nur vielseitig, sondern sie ist auch der Zahl nach außerordentlich reichhaltig und nimmt in der allgemeinen Industriehalle einen verhältnismäßig großen Raum ein...Von den prächtigen Tierplastiken, deren Unterglasurdekor eine sehr reiche Palette und sehr eigenartige seltene Farbtöne zeigt, geben unsere Abbildungen eine ausgewählte Zahl wieder...

 

Unstreitig die besten dieser Tierfiguren stammen von dem bekannten Tierbildhauer Paul Zeiler (Berlin)...

 

Immerhin sind neben ihm eine Anzahl anderer sehr tüchtiger Künstler zu nennen, die bei diesen Heubachen Figuren die Modelle geschaffen haben, wie z.B. S. Wernekinck (Berlin), Wilhelm Krieger (München), Chr. Metzger Regensburg, Norbert Piretzscher (Berlin). Die Abbildungen 6. und 7. zeigen Tierfiguren von Zeiller, Abbildung 8 eine solche von Wernekinck." (siehe unten)

 

"...Mit einem Schlag haben sich so die Thüringer Porzellantiere ebenbürtig neben die Koppenhagener gestellt...

 

Man kann die Firma zu dieser prachtvollen Kollektion aus vollem Herzen beglückwünschen..."

 

Die Statuetten, die wir schon oben erwähnten, sind in unnachahmlich zartem und transparentem Sèvres-Biskuit gehalten. Um auch hier Apartes, den Anforderungen der kunstgewerblich hochstehenden Neuzeit entsprechendes bieten zu können, haben Gebrüder Heubach ebenfalls hervorragende Künstler zu interessieren verstanden und liefern tadellose Wiedergaben guter in- und ausländischer Kunstwerke. Aber auch die antiken Statuetten sind rühmenswert; wir finden Reproduktionen hervorragender klassischer Werke aus den berühmtesten Museen. Von den modernen Arbeiten auf diesem Gebiete sind besonders zu erwähnenswert die Reproduktionen: "Fürst Bismarck" von Prof. Barth (München), "Knabe mit Ball" von Wernekinck (Berlin), "Musizierende Amoretten" von Amarella (München) und besonders die Musketiere Franz I." von Geo Maxim. Von den klassischen fiel uns auf die "Christusstatue" nach Thorwaldsen sowie eine "Badende Jungfrau" nach Allegrain, beides Reproduktionen von feinster und liebevollster Vertiefung.

 

Was endlich die Porzellangemälde anbelangt, so sind dieselben, da sie sämtlich sorgfältige Handarbeit der Maler Louis Scherf, Herrmann und Otto Meisel vorstellen, fast als Originalarbeiten zu betrachten, wiewohl es sich auch hier natürlich um Kopien guter Gemälde handelt.

 

Alles in allem scheidet man von der Ausstellung der Lichter Fabrik mit dem Bewußtsein, dass ein erfolgreiches Streben nach Qualität dort lebendig ist. Und wir freuen und dieses Aufschwunges unserer Privatindustrie. "

 

 

Bildhauer Wilhelm Krieger und Lichte Porzellan

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Der Bildhauer Wilhelm Krieger und Lichte Porzellan

 

Diese Aussage unter dem Stichwort Lichte Porzellan bei wikipedia.org und anderen

 ist Schrott, der sich nicht weiter verbreiten darf:

"Unter dem wesentlichem Einfluss des Bildhauers Wilhelm Krieger wurde die Produktion auf figürliche Stücke ausgerichtet."

 

Der im Internet kursierenden Feststellung, der Münchner Bildhauer Wilhelm Krieger hätte die Produktion der Firma Gebrüder Heubach auf figürliche Stücke ausgerichtet, kann in keinster Weise gefolgt werden, falls überhaupt je ein auswärtiger Künstler die Produktion einer Porzellanfabrik hätte auf etwas ausrichten können...

 

Die Figurenmodelle von Wilhelm Krieger haben sich gut in die von der Firma Gebrüder Heubach eingeschlagene Richtung moderner Tierplastik um 1910 eingefügt.

 

Wilhelm Krieger hat für die Firma Gebrüder Heubach in Lichte nur etwa zehn Figuren Modelle geschaffen, mehrere Enten auch Entengruppen, eine Katzengruppe, eine Hahnengruppe, eine Frettchengruppe...das ist alles. Er war nur einer von vielen Künstlern, mit denen die Firma Gebrüder Heubach ab 1908 zusammen gearbeitet hat und in der Folge auf der Weltausstellung in Brüssel 1910 so erfolgreich war.

 

 

aus Keramische Rundschau 1910 über die Weltausstellung in Brüssel (s.u):

 

"Die Firma Gebrüder Heubach überraschte auf der Ausstellung besonders durch eine sehr schöne Kollektion von Tierfiguren, welche den besten Arbeiten der Staatsmanufakturen (Kopenhagen nicht ausgenommen) direkt an die Seite zu stellen sind. Beim näheren Betrachten nimmt man dann noch eine reiche Anzahl anderer sehr guter Porzellankunstwerke wahr, vor allem prächtige Statuetten klassischer wie moderner Art. Daran schließen sich Luxusgeräte aller Art wie Jardiniéren, Tafelaufsätze usw. und endlich eine Reihe sehr guter Porzellangemälde, ausgezeichnete Reproduktionen guter Bilder.

 

Die Ausstellung dieser Firma ist demnach nicht nur vielseitig, sondern sie ist auch der Zahl nach außerordentlich reichhaltig und nimmt in der allgemeinen Industriehalle einen verhältnismäßig großen Raum ein...Von den prächtigen Tierplastiken, deren Unterglasurdekor eine sehr reiche Palette und sehr eigenartige seltene Farbtöne zeigt, geben unsere Abbildungen eine ausgewählte Zahl wieder...

 

Unstreitig die besten dieser Tierfiguren stammen von dem bekannten Tierbildhauer Paul Zeiler (Berlin)...

 

Immerhin sind neben ihm eine Anzahl anderer sehr tüchtiger Künstler zu nennen, die bei diesen Heubachschen Figuren die Modelle geschaffen haben, wie z.B. S. Wernekinck (Berlin), Wilhelm Krieger (München), Chr. Metzger Regensburg, Norbert Piretzscher (Berlin). Die Abbildungen 6. und 7. zeigen Tierfiguren von Zeiler, Abbildung 8 eine solche von Wernekinck." (siehe unten)

 

"...Mit einem Schlag haben sich so die Thüringer Porzellantiere ebenbürtig neben die Kopenhagener gestellt...

 

Man kann die Firma zu dieser prachtvollen Kollektion aus vollem Herzen beglückwünschen..."

 

Die Statuetten, die wir schon oben erwähnten, sind in unnachahmlich zartem und transparentem Sèvres-Biskuit gehalten. Um auch hier Apartes, den Anforderungen der kunstgewerblich hochstehenden Neuzeit entsprechendes bieten zu können, haben Gebrüder Heubach ebenfalls hervorragende Künstler zu interessieren verstanden und liefern tadellose Wiedergaben guter in- und ausländischer Kunstwerke. Aber auch die antiken Statuetten sind rühmenswert; wir finden Reproduktionen hervorragender klassischer Werke aus den berühmtesten Museen. Von den modernen Arbeiten auf diesem Gebiete sind besonders zu erwähnenswert die Reproduktionen: "Fürst Bismarck" von Prof. Barth (München), "Knabe mit Ball" von Wernekinck (Berlin), "Musizierende Amoretten" von Amarella (München) und besonders die Musketiere Franz I." von Geo Maxim. Von den klassischen fiel uns auf die "Christusstatue" nach Thorwaldsen sowie eine "Badende Jungfrau" nach Allegrain, beides Reproduktionen von feinster und liebevollster Vertiefung.

 

Was endlich die Porzellangemälde anbelangt, so sind dieselben, da sie sämtlich sorgfältige Handarbeit der Maler Louis Scherf, Herrmann und Otto Meisel vorstellen, fast als Originalarbeiten zu betrachten, wiewohl es sich auch hier natürlich um Kopien guter Gemälde handelt.

 

Alles in allem scheidet man von der Ausstellung der Lichter Fabrik mit dem Bewußtsein, dass ein erfolgreiches Streben nach Qualität dort lebendig ist. Und wir freuen und dieses Aufschwunges unserer Privatindustrie. "

 

 

 

"Die Abbildungen 6. und 7. zeigen Tierfiguren von Zeiler, Abbildung 8 eine solche von Wernekinck."

 

Bildhauer Wilhelm Krieger und seine Tierfiguren für die Firma Gebrüder Heubach in Lichte

 

Die Kompositionen von Wilhelm Krieger für die Firma Gebrüder Heubach wurden von Dagmar Lekebusch in ihrem Buch Gebrüder Heubach - Ein thüringischer Porzellanbetrieb und seine Figuren im Wandel der Zeiten (1843 bis 1938) auf Seite 152 ausführlich beschrieben.

 

Nachfolgend möchte ich Modelleure und auswärtigen Künstler benennen, die figürliche Modelle für die Firma Gebrüder Heubach kreiert haben, soweit diese bekannt geworden sind.

 

Mansch 1908, 1909,

Mansch u. Seifert ?,

Eichberg, 1909

Geo Maxim, 1909, 1910,

Compagne, 1909

Zitzmann, 1909, 1913,

Paul Zeiler, 1909, 1910, 1911-1913,

Julien Caussé, 1909

H. Moreau, 1909

Quinter, 1909, 

Bernhardt (Sarah?), 1909,

Opel, 1909,

Emil Meier, 1909

Maurice? Bouval, 1909, 1910,

Philippe, 1910

Raffael Amareller,  1910,

Wilhelm Krieger, 1910,

Sigismund Wernekinck, 1910,

Christian Metzger, 1910, 1913-1914, 1916-1920, 1921-1922, 1923-1924,

Norbert Piretzscher, Berlin, 1910,

HC Levasseur, 1910,

Antoine? Nelson, 1910,

Rock, 1910,

Rudolf Marcuse, 1911-1913,

Johann Robert Korn, 1911-1913

Ludwig Vordermayer, 1911-1913,

Wera von Bartels, 1911-1913, 1916-1920,

Hulda? Krebs, 1911-1913,

Oskar Pflug, 1911-1913,

Mathilde von Waldenfels, 1911-1913,

Wilhelm Neuhäuser, 1911-1913, 1914,  1916-1920, 1922-1923,

Franz Dorrenbach, 1911-1913,

Otto? Fischer, 1911-1913,

Eduard? von Otto. 1911-1913, 1914, 1916-1920,

M. Bohlan oder Bohlau, 1913,

A. Bradtke oder Dradtke, 1913-1914,

Hugo Kirsch, 1913-1914

I. Drexler, 1913-1914

Max Valentin, 1913-1914,

Fritz Diller, 1913-1914,

Karl August Brasch, 1913-1914,

Carl Brunotte, 1916, 1921-1922, 

Klaus? Mohr, 1916-1920,

 Gerhard Schliepstein, 1916-1920,

Friedrich von Graevenitz, 1920-1921

Roland Paries, 1920-1921, 1922-1923,

Andreas Wilhelm, 1921-1922, 1922-1923, 1927

H. von Schneidewind, 1921-1922

Ludwig Fuchs, 1921-1922, 1922-1923,

Carl Melville, 1922-1923, 1923-1924,

K. Pötzsch, 1922-1923,

Käthe Schmidt-Burgk, 1922-1923, 1923-1924,

Dorothea Charoll, 1923-1924,

Emil? Schaudt, 1927,

 

Anton Grath, 1930-1938,

Carl Nacke, 1930-1938,

Max Daniel Hermann Fritz, 1930-1938,

Oppel, 1930-1938,

  

Gebrüder Heubach Lichte - Unterglasur Porzellane

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In der Zeitschrift: die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst, 24. Jahrgang des

Jahres 1911, heißt es in einem Artikel von Ludwig Deubner unter der Überschrift "Thüringer Porzellan" :

 

"Nur langsam ist es gelungen, die mancherlei Schwierigkeiten der Scharffeuertechnik zu überwinden, und nur wenige Anstalten haben es darin zu einem so überraschenden Farbenreichtum gebracht, wie die Porzellanfabrik Gebr. Heubach A.-G. in Lichte, deren Palette über viele seltene und eigenartige Farbtöne verfügt, die in der Unterglasur ganz ungewohnt sind, und die kaum eine zweite Fabrik aufzuweisen hat."

 

 

Aus dem nachfolgenden Artikel der Zeitschrift: die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst, 24. Jahrgang des Jahres 1911, werden auf Seite 266 Porzellan Vasen und Dosen gezeigt,  die von Adalbert Niemeyer München entworfen und von der Porzellan Fabrik Gebrüder Heubach in Lichte bei Wallendorf (Thüringen) ausgeführt wurden.

 

Gebrüder Heubach - Porzellangeschichte

Wallendorfer Porzellan - Porzellan Mal Farben

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Bild des Monats

Gebrüder Heubach AG

Porzellan-Manufaktur und -Malerei - 1918

Großer Preis  Brüssel 1910

Bahnstation Lichte - vom 01.10.1913 an

Originale Unterschrift von Eduard Heubach

Liebe Leser,

 

zunächst möchte ich Sie auf das im Jahre 2005 erschienene Buch von Dagmar Lekebusch  "Gebrüder Heubach, Ein thüringischer Porzellanbetrieb und seine Figuren im Wandel der Zeiten (1843-1938)" verweisen. Es ist sozusagen das Standardwerk über die Figuren der Firma Heubach. Nun, ich kann Ihnen nur empfehlen, das Buch zu lesen, sofern es Ihnen gelingt, noch ein Exemplar ausfindig zu machen.

 

Was ich aus diesem Buch bisher zitiert hatte war: "1922 ...wurde das 100-jährige Bestehen der Porzellanfirma begangen, wozu eine kleine Festschrift sowie eine porzellanene Gedenkplakette herausgegeben wurden." und ich hatte ihnen bereits die Plakette vorgestellt, die sie nachfolgend sehen können.

 

Nun habe ich eine weitere Entdeckung gemacht, mir ist doch tatsächlich die vorstehend benannte Festschrift zum 100. Jahrestag der Gründung der Firma Gebrüder Heubach in die Hände gefallen. Diese möchte ich Ihnen und der Welt nicht weiter vorenthalten. Es handelt sich um eine vortreffliche Zusammenfassung der Geschichte des Wirkens dieser Firma. Ich habe die Festschrift nachfolgend auch in ihrem Wortlaut eingespielt.

 

Anläßlich des 100jährigen Bestehens unserer Fabrik nehmen wir Gelegenheit, über die Geschichte derselben nachstehende Daten festzuhalten, von denen wir hoffen dürfen, daß sie unseren Freunden und Gönnern von einigem Interesse sein werden.

 

Am Nordhang des südlichen Thüringerwaldes, unweit des Rennsteiges, wo die frühesten Siedlungen der thüringischen Porzellanmacherei entstanden sind, gründete 1922 Johann Heinrich Leder die Fabrik in Lichte, privilegiert von der Fürstlich Schwarzburgischen Regierung. Laut seinem Testament vom Januar 1824 vermachte er dieselbe seinen Vettern Wilhelm und Heinrich Liebmann. Ersterer erwarb dann am 18. Februar 1830 den Anteil seines Bruders und wurde somit Alleinbesitzer. Die Brüder Christoph und Philipp Heubach haben die Fabrik 1840 (Urkunde vom 16. September 1843) mit allen Privilegien, Rechten und Gerechtigkeiten, Gebäuden und Grundstücken von Wilhelm Liebmann erworben und damit die Firma Gebrüder Heubach begründet. Am 15. Januar 1846 übernahm ein Sohn Christoph's, Anton Heubach, dessen Anteil und 1868 ein Sohn Philipps, Louis Heubach, seines Vaters Anteil nach dessen Tode.

 

Für die Jahre 1857-1862 habe ich in Taufbüchern Philipp Greiner in Lichte als Modelleur bei der Firma Heubach gefunden. Bei der Geburt seines Kindes im Jahre 1862 war Helma Heubach, die Tochter des Fabrikbesitzers Anton Heubach zugegen.

 

Anton Heubach schied im Jahre 1876 aus der Firma aus. Nachdem nun Louis Heubach Alleinbesitzer war, zog er seine drei ältesten Söhne Philipp, Hermann und Ottokar zur Mitarbeit heran. 1886 verstarb jedoch Hermann Heubach und Philipp und Ottokar Heubach übernahmen am 1. Juli 1887 die Fabrik von ihrem Vater, der im Dezember desselben Jahres verstarb. Am 1. Januar 1889 trat auch ihr Bruder Richard mit in die Firma ein, und am 1. Januar 1904 wurde die jetzige Familien-Aktiengesellschaft gegründet, deren Direktorium die Vorbesitzer bildeten. Nach Kriegsende, 1919, verstarben Philipp und Ottokar kurz nacheinander und Eduard Heubach, Hermanns Sohn, der schon seit 1908 mit im Betrieb tätig war, trat in das Direktorium ein.

 

Über die Entwicklung des Fabrikats in technischer und künstlerischer Beziehung von der Gründung bis zur Jetztzeit ist zu berichten, daß bis Mitte des vorigen Jahrhunderts hauptsächlich Gebrauchsgeschirre hergestellt wurden. Nachdem jedoch das Holz zum Brennen des Porzellans nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung stand, und durch die Auffindung der Steinkohle die Absatzmöglichkeit dieser Artikel durch Fabriken in frachtlich günstiger gelegenen Gegenden untergraben wurde, ging man zur Fabrikation von kleineren Artikeln und Spielwaren über. Im Jahre 1876 wurde dann mit der Herstellung von Schmuckporzellan begonnen. In diese Zeit fällt auch die Wiederaufnahme der Bildnismalerei, deren Entwicklung die im Jahre 1862 gegründete Zeichen- und Modellierschule, Lichte, wesentlich förderte.

 

Louis Heubach, der ein chemisches Studium an der Universität München absolviert hatte und bereits seit 1843 tatsächlich die technische Leitung übernahm, schuf die fabrikatorische Grundlage auf wissenschaftlich-technischer Basis, auf welcher seine Nachfahren stetig weiterbauten. 1898 wurde durch größere Um- und Neubauten eine umfassende Modernisierung des Betriebes durchgeführt. Zur Weltausstellung in Paris, im Jahre 1900, stellte die Firma ihre auf technischer Höhe stehenden künstlerischen Erzeugnisse zum ersten mal aus und erhielt die silberne Medaille. Auf den späteren Ausstellungen, an denen sie sich beteiligte, wurden ihr die höchsten Auszeichnungen zu teil. Die Abteilung der Kunstporzellane ist seitdem unter Heranziehung befähigster Künstler und sorgsamster Heranbildung der ausführenden Kräfte bis in die neueste Zeit weiter ausgebaut worden und hat stets unter Pflege handwerklicher Tradition das Schematische der Großfabrikation vermieden.

 

Seit 1910 wurde auch mit der Fabrikation von elektrotechnischen Porzellanen begonnen, die sich soweit entwickelt hat, daß wir allen Anforderungen der Elektrotechnik in Nieder- und Hochspannung genügen können.

 

Zur bleibenden Erinnerung haben wir einliegende Plakette in Porzellan angefertigt, die wir freundlichst entgegenzunehmen bitten.

 

Lichte, im Dezember 1922.

 

Gebrüder Heubach

Aktiengesellschaft

 

 

 

Ein Artikel zum 100 jährigen Bestehen der Porzellanfabrik Gebrüder Heubach mit ähnlichem Inhalt wurde in der Zeitschrift Keramische Rundschau 31 (1923) S. 13 (J. Grell) veröffentlicht.

Aus der vorstehenden Fundstelle geht hervor, dass die Firma Gebrüder Heubach AG in Lichte/Thüringen in eine GmbH umgewandelt worden war und im Jahre 1938 an Stelle von Eduard Heubach Max Pfeffer zum Geschäftsführer bestellt wurde.

 

Was mich mit der in Lichte ansässig gewesenen Porzellanfabrik Gebrüder Heubach verbindet ist der Umstand, dass mein Urgroßvater väterlicherseits, Friedrich Koge, um 1900 eigens aus Böhmen eingewandert ist, um bei Heubach eine Arbeit als Porzellanmaler aufzunehmen. Hier lernte er seine spätere Frau Mathilde geb. von Ende kennen und so wurde in dem kleinen Ort Lichte die Familie Koge gegründet. Auch sein Sohn, Fritz genannt, mein Opa, trat in seine Fußstapfen, wurde Porzellanmaler und bei der Firma Heubach angestellt. Wer noch mehr über die Familie Koge wissen möchte, kann gern auf die Koge-Page schauen.

  

Nicht unerwähnt lassen möchte ich des geschichtlichen Zusammenhangs wegen, dass zu der Zeit, als die Gebrüder Heubach, Christoph und Philipp Heubach, die Fabrik von Wilhelm Liebmann, die auch bereits Porzellan hergestellt hatte, aufkauften und am 16.09.1843 den Porzellanbetrieb "Gebrüder Heubach"  in Lichte begründeten, die Porzellanfabrik der Familie Hammann in Wallendorf (siehe meine diesbezügliche page), in nur 1 km Entfernung bereits seit 1764 bestes Porzellan produziert hatte. Auch eigenständige Porzellan-Malereien bestanden in Lichte bereits seit dem Jahre 1800, wie das Beispiel des Johann Heinrich Hutschenreuther und des Johann Jakob Heinrich Haag (siehe meine page zur Malerei Haag) zeigen.

 

Welche "Rangeleien" es um die Begründung der Porzellanindustrie in Lichte gab,  berichte ich Ihnen nachfolgend.

 

Warum nicht das Jahr 1843 sondern das Jahr 1822 als Gründungsjahr angenommen wurde, erfahren sie aus der Festschrift.

 

Nachfolgend sehr seltene Ansichten der im Aufbau befindlichen Heubach'schen Fabrik.

 

Um die Begründung der Porzellanindustrie in unserem Ort Lichte  angemessen würdigen zu können, sollten zunächst die Schwierigkeiten ins Auge gefasst werden, die es um 1820 zu überwinden galt. Wie Sie, liebe Interessenten, vielleicht bereits wissen, befand sich unser Ort Lichte mit einem Teile seiner Fluren im Herzogtum Schwarzburg-Rudolstadt und mit einem anderen Teile im Herzogtum Sachsen -Coburg; der Lichte Bach bildete die Grenze. Da im Herzogtum Schwarzburg-Rudolstadt Georg Heinrich Macheleid mit der Fabrik in Volkstedt das ausschließliche Privileg zu Porzellanherstellung erteilt worden war,  wurde in keinem weiteren Orte dieses Herzogtum die Erlaubnis zum Betrieb einer Porzellanfabrik erteilt. So kam es auch, dass Johann Wolfgang Hammann seine Fabrik in dem Teil von Lichte eingerichtet hatte, der in den sachsen-coburgischen Fluren von Lichte lag, nämlich in den Wallendorfer Fluren.

 

Inzwischen hatten sich in den sachsen-coburgischen Orten viele Porzellan-Malereien gegründet,  die aber auch weißes Porzellan zum Bemalen benötigten und dieses teuer "im Auslande" (in den benachbarten Herzogtümern, namentlich in Wallendorf,  Limbach,  Hüttensteinach, Breitenbach, Dornheim, Ilmenau, Blankenhain, Tettau, Grün und Schney) einkaufen mussten. Auch konnte das in den wenigen Porzellanfabriken hergestellte Weißporzellan den großen Bedarf nicht decken. Es hätte daher so mancher Inhaber einer Porzellanmalerei diese auch um eine Fabrik zur Herstellung der benötigten Weißware erweitert, wenn nicht das Volkstedter Privileg gewesen wäre. Zudem hätte die große Not in den armen thüringischen Landen durch Schaffung neuer Arbeitsplätze gelindert werden können. So verwundert es nicht, dass sich die schwarzburg-rudolstädtische Regierung mit ständigen Eingaben, Anträgen und Gesuchen dieser Art beschäftigen musste und auf alle mögliche Art und Weise versucht wurde,  das Privileg der Volkstedter aufzuheben, um den Bedürfnissen der Region gerecht zu werden.

 

Zu den Antragstellern gehört auch Johann Heinrich Leder, der wohl bereits im Juli 1806/1808 in Lichte eine Fabrik besaß,  die Pfeifenköpfe (sogenannte Lava-Köpfe) und Geschirr aus Ton  (Lava genannt) herstellte. Er muss jedoch auch Porzellan hergestellt haben, ohne dass ihm dies gestattet worden war.  Wie wir oben erfahren haben, wurde Wilhelm Liebmann letztendlich sein Nachfolger, der sich weiter um eine Konzession zum Betrieb einer Porzellanfabrik bemühte; nebenbei natürlich weiter die bestehende Ledersche Lava-Fabrik in Lichte betrieb. 

 

Auch Gabriel Heubach und Consorten in Neuhaus , wozu auch Georg Kämpfe und Peter Greiner gehörten, hatten sich als Porzellanmaler und Kaufleute, die Porzellanhandel betrieben, um die Errichtung einer Porzellanfabrik, und zwar in Neuhaus beworben. Insbesondere Letztere hatten in ihren Gesuchen auch ins Felde geführt, dass die Lichtner, die sie einzustellen versprachen, den Bedrückungen entgehen wollten, denen sie in der Porzellanfabrik in Wallendorf ausgesetzt waren. Der Verdienst war dort wohl sehr gering, so dass man nur auf das Kümmerlichste leben konnte. Zudem war die dortigen Porzelliner gezwungen,  Lebensmittel wie Bier, Getreide, Fett, Material- und Schnittwaren bei der Fabrik um den fast doppelten Preis einzukaufen...Seltsamerweise war es dann eben dieser Gabriel Heubach, der, da die Geschäfte in Neuhaus nicht gut liefen,  sich 1832 mit einem Drittel in die Wallendorfer Fabrik einkaufte...

 

Endlich im Jahre 1830 einigte sich die schwarzburg-rudolstädtische Regierung mit der Fabrik in Volkstedt; das Monopol wurde durchbrochen und die Erlaubnis für weitere Porzellanfabriken im Lande konnte erteilt werden. Auch Wilhelm Liebmann und Gabriel Heubach und Consorten erhielten ihre Konzession, was allerdings auch dazu führte, dass Gabriel Heubach von da an dem Lichtner Wilhelm Liebmann das Leben schwer machte. Auch die Glashütten zu Schmalenbuche bei Neuhaus und das Hammerwerk Geiersthal bei Lichte (im Eigentum der Hammanns) schlossen sich an und wollten diesen um das für den Betrieb der Porzellanfabrik benötigte Holz bringen. Nur so ist es, denke ich, zu verstehen, dass Wilhelm Liebmann, der als Nachfolger von Johann Heinrich Leder jahrelang auf die Konzession gewartet hatte,  sich 1843 entschloss, seine Porzellanfabrik in Lichte zu verkaufen; wie wir wissen, an die Gebrüder Heubach aus Lauscha. Allerdings ist er nicht, wie es allerorts heißt, nach Sitzendorf gegangen, um dort Gastwirt zu werden, nein, er hat dort natürlich um die Konzession des Betriebes einer Porzellanfabrik ersucht, diese erhalten und auch mit Erfolg betrieben.

 

Wilhelm Liebmanns Ehefrau war übrigens die Tochter von Ferdinand Hutschenreuther aus Lichte, der sich für die Fabrik in Höhe des Erbteils seiner Tochter verbürgt hatte.

 

Wie es mit Wilhelm Liebmann und der Herstellung von Porzellan in Sitzendorf weiterging erfahren sie demnächst auf meiner Seite Sitzendorfer Porzellan.

 

 

Adressbuch der Kaufleute, Fabrikanten und Gewerbsleute...1864:

 

Porzellanfabrik und Materialwaren: Heubach, Gebr.

 

Nachfolgend Auszug aus Handbuch der Leistungsfähigkeit der gesamten Industrie aus dem Jahre 1874:

 

Nun, die Angaben zur Firma Gebrüder Heubach stimmen nicht, weder das Gründungsjahr, noch die Gründer selbst, wie Sie sicherlich festgestellt haben, Hiermit wollte ich auch eigentlich die Existenz der Malerei Haag belegen.

 

 

Adressbuch der Keramischen Industrie 1906:

 

Gebr. Heubach AG Porzellanfabrik in Lichte (Schwarzburg-Rudolstadt) bei Wallendorf S.-M. (P.u.T., Bahnstation Bock-Wallendorf), Telegr.-Adr.: Heubach Lichte Wallendorf Sachsen-Meiningen. Telephon: Wallendorf (S.-M.) No. 3.

 

Fabrikat und Export: Luxus und Phantasie-Artikel als: Figuren, Vasen, Leuchter, Schreibzeuge etc., Schalen und Platten mit Gemälden (Anfertigung von Portraits nach Photographien), Heiligen - Artikel als: Figuren, Weihkessel, Bilder etc., Spielwaren als: Kinderservice.

 

Malerei. ca. 500 Arbeiter.

 

Zur Messe in Leipzig: 16, I (Hohmanns Hof).

 

Wurde prämiert in Rudolstadt 1882 mit dem ersten Preis, Paris 1900 mit silberner Medaille, St. Louis 1904 mit goldener Medaille.

 

Besteht seit 1820.

 

Im Adressbuch der Keramischen Industrie sind für das Jahr 1907 für den Ort Lichte noch folgende Porzellanmalereien eingetragen:

 

Porzellanmalerei Florenz P. Brödel:

T.-A.: Porzellanbrödel, Inhaber Gebrüder Brödel. Sortiment: Fein bemalte Porzellanplatten, Teller, Vasen, Elfenbein-Miniaturen, Export nach Italien, Frankreich, England, Amerika, Türkei und Holland. Druckerei. 1 Muffel. zu den Messen in Leipzig: Hohmannshof, Laden.

 

Porzellanmalerei Fritz Dietrich:

Sortiment: Kopien nach Gemälden Alter und Neuer Meister, Portraits nach Photographien auf Platten, Teller, Vasen etc.

 

Porzellanmalerei C. A. Schmidt:

T.-A.: Schmidt Malerei Wallendorf S.-M, Inhaber: Eduard Schmidt. Sortiment:  Bemalte Pfeifenköpfe, Bäderartikel, Schalen, Tassen, Vasen, bemalt und mit Ansichten, Plättchen mit Heiligenbildern. Export nach allen Ländern. Besteht seit 1834.

 

 

Pâte-sur-pâte

               Porzellan - Geschichte(n)

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Weltausstellung Paris 1900

  

Vase mit lila Schwertlilien  und mattgrünen  lanzettförmigen Blättern von Gold reliefartig eingefasst auf einer Perlmutt - Lüsterglasur.

  

Diese schöne Vase ist mindestens 119 Jahre alt und hat diese Zeit wohl in Frankreich verbracht,  wo ich sie auffinden konnte. Dies ist insofern von Interesse, als dass die Firma Gebrüder Heubach sie

 

im Jahre 1900 auf der Weltausstellung in Paris

 

vorgestellt hat, und sie dort großen Anklang fand.

 

Schwertlilien in Lila auf Perlmutt - Lüsterglasur

Die Heubach'sche Perlmutt-Lüsterglasur

 

Wie es am Standort der Firma Gebrüder Heubach in Lichte mit der Pozellantradition weitergeht erfahren Sie auf meiner Seite Lichte Porzellan...