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Leonardo da Vinci's Fabel „Der Schwan“ :

Der Schwan neigte den biegsamen Hals aufs Wasser und spiegelte sich lange.

Da begriff er die Ursache seiner Müdigkeit und dieser Kälte, die seinen Körper wie mit Zangen griff und zittern machte wie im Winter: Mit absoluter Gewissheit wusste er, dass seine Stunde geschlagen hatte und dass er zum Sterben bereit sein musste.

Seine Federn waren noch weiß wie am ersten Tag seines Lebens. Er hatte Jahre und Jahreszeiten durchmessen, ohne sein unbeflecktes Kleid zu beschmutzen. Jetzt konnte er Abschied nehmen und sein Leben in Schönheit beschließen.

Den schönen Hals hebend, steuerte er langsam, fast feierlich unter eine Trauerweide, wo er an heißen Tagen zu ruhen pflegte. Es war schon Abend. Der Sonnenuntergang verfärbte das Seewasser purpurn und violett. Und in dem großen Schweigen, das sich auf alles niedersenkte, begann der Schwan zu singen.

Niemals zuvor hatte er Töne so voller Liebe für alle Natur, für die Schönheit des Himmels, des Wassers und der Erde gefunden. Sein süßester Gesang verschwebte in der Luft, von Schwermut umflort, bis er sich leise, leise verlor, eins mit dem letzten Licht des Horizontes.

„Es ist der Schwan“, sagten bewegt die Fische, die Vögel, alle Tiere des Waldes und der Wiesen, „es ist der Schwan, der stirbt.“

 

 

Liedtext "Schwanenkönig" der Gruppe Karat

Es neigte ein Schwanenkönig
Seinen Hals auf das Wasser hinab
Sein Gefieder war weiß wie am ersten Tag
Rein wie Sirenenton
Und im Glitzern der Morgensonne
Sieht er in den Spiegel der Wellen hinein
Und mit brechenden Augen weiß er
Das wird sein Abschied sein

Wenn ein Schwan singt, schweigen die Tiere
Wenn ein Schwan singt, lauschen die Tiere
Und sie raunen sich leise zu, raunen sich leise zu
Es ist ein Schwanenkönig, der in Liebe stirbt

Und es begann der Schwanenkönig
Zu singen sein erstes Lied,
Unter der Trauerweide
Wo er sein Leben geliebt
Und er singt in den schönsten Tönen
Die man je auf Erden gehört
Von der Schönheit dieser Erde
Die ihn unsterblich betört

Wenn ein Schwan singt, schweigen die Tiere
Wenn ein Schwan singt, lauschen die Tiere
Und sie raunen sich leise zu, raunen sich leise zu
Es ist ein Schwanenkönig, der in Liebe stirbt

Und es singt der Schwanenkönig
Seinen ganzen letzten Tag
Bis sich die Abendsonne
Still ins Dunkelrot flieht
Lautlos die Trauerweide
Senkt ihre Blätter wie Lanzen hinab
Leiser und leiser die Töne
Bis das letzte Licht im Gesang verglüht

Wenn ein Schwan singt, lauschen die Tiere
Wenn ein Schwan singt, schweigen die Tiere
Und sie neigen sich tief hinab, raunen sich leise zu
Es ist ein Schwanenkönig, der in Liebe stirbt

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hier die Ergebnisse meines Fotoschaffens 2016.

 

 

Die Bilder sind für die Galerie heruntergepixelt worden. Falls Sie Interesse an der Verwendung eines der Fotos für Ihre Zwecke haben, können Sie das Original auf Anfrage von mir erwerben.

 

Ihre Fotoreporterin

de Dietrich