Porzellan der Malerei und Porzellanmanufaktur                Zehendner & Grosswald

 

 

Und heute, am 3. Oktober 2025, hat sich im Hause Zehendner/Hutschenreuther ein Sensationsfund eingestellt: eine Porzellanplatte 41,5 cm x 34 cm groß mit dem Firmenlogo der Porzellan Manufaktur Zehendner & Großwald in Lichte in Thüringen; auf der Rückseite die Porzellanmarke. Der orangerote Rand im typischen Fraureuther Rot gemalt, bestätigt die frühere Tätigkeit von Herrn Großwald für die Kunstabteilung Wallendorf von Fraureuth, die nur 500 m entfernt vom Hause Zehendner lag und zum Zeitpunkt der Gründung der Firma Zehendner & Großwald in Konkurs gegangen war...

 

 

 

Das Porzellan, das ich bisher gefunden habe, ist unterseitig gemarkt mit Z & G über zwei gekreuzten Pinseln; darunter die Worte Lichte und Handmalerei; genau so wie dies auf der Porzellanplatte zu sehen ist.

 

Liebe Leser,

 

durch das nachfolgende bordeauxfarbene Gedeck bin ich vor vielen Jahren auf die Spur einer bis dahin weithin unbekannten Malerei in Lichte gekommen; der Porzellan Malerei Zehendner & Großwald in Lichte.

 

 

Die Malerei soll laut Zühlsdorff nur von 1927 bis 1932 bestanden und 10-15 Mitarbeiter (dies scheint mir nicht zu stimmen) beschäftigt haben. Im Porzellinerlexikon aufgeführt, ist sie unter Otto Zehendner & Großwald vermerkt. Sollte sie tatschlich fünf Jahren bestanden haben, verwundert es, dass so wenige Exemplare auf dem Markt aufgetaucht sind.

 

1926/1927, das war die Zeit, in der die Porzellanfabrik in Fraureuth in Konkurs gefallen war, was auch die Schließung der Kunstabteilungen in Lichte und Wallendorf zur Folge gehabt hatte. So könnte es sein, dass die Malerei aus der Not heraus entstand, um wenigstens einigen Malern die Existenz zu sichern.

In der Tat gab es eine Familie, die neben anderen Künstlerfamilien der Kunstabteilung Fraureuth in Wallendorf im Herrenhaus wohnte, die Familie Großwald. Dies ist insofern überliefert, als dass die Mutter von Ernst Müller über Frau Großwald berichtet hat. Als kleines Mädchen hat sie nämlich von Frau Großwald immer Plätzchen geschnorrt (gebettelt). "Frau Großwald, haben Sie nicht ein Plätzchen für mich?".

Ich gehe daher davon aus, dass unser Herr Großwald aus dem Herrenhaus der hauptverantwortliche Maler der Malerei Zehendner & Großwald war. Heute, am 04.10.2025, habe ich erfahren, dass noch ein weiterer Maler in der Malerei Zehendner & Großwald gemalt hat und das war Herrmann Weigel aus Schmiedefeld. Die Malerei war im Wohnhaus der Familie Zehendner eingerichtet.

Übrigens habe ich noch in Erfahrung bringen können, dass in der Liste der Fabrikarbeiter von Fraureuth ein Johann Großwald verzeichnet ist, so dass ich davon ausgehe, das unserer Herr Großwald in Verbindung mit der Einrichtung der Kunstabteilung aus Fraureuth hergekommen ist, was auch sein Wohnen im Herrenhaus erklärt.

Und jetzt (20.12.2025) hat sich meine Vermutung bestätigt. Im Jahre 1927 wurde die Firma

"Zehendner & Großwald, Porzellanmanufaktur, Lichte, Thüringen" in Wallendorf, Thüringen

im Handelsregister eingetragen. Gesellschafter waren der Kaufmann Otto Zehendner und der Obermaler Johann Großwald wie aus der nachfolgenden Fundstelle hervorgeht.

 

 

 

Die Malerei soll laut Zühlsdorff nur von 1927 bis 1932 bestanden und 10-15 Mitarbeiter (dies scheint mir nicht zu stimmen) beschäftigt haben. Im Porzellinerlexikon aufgeführt, ist sie unter Otto Zehendner & Großwald vermerkt. Sollte sie tatschlich fünf Jahren bestanden haben, verwundert es, dass so wenige Exemplare auf dem Markt aufgetaucht sind.

 

1926/1927, das war die Zeit, in der die Porzellanfabrik in Fraureuth in Konkurs gefallen war, was auch die Schließung der Kunstabteilungen in Lichte und Wallendorf zur Folge gehabt hatte. So könnte es sein, dass die Malerei aus der Not heraus entstand, um wenigstens einigen Malern die Existenz zu sichern.

In der Tat gab es eine Familie, die neben anderen Künstlerfamilien der Kunstabteilung Fraureuth in Wallendorf im Herrenhaus wohnte, die Familie Großwald. Dies ist insofern überliefert, als dass die Mutter von Ernst Müller über Frau Großwald berichtet hat. Als kleines Mädchen hat sie nämlich von Frau Großwald immer Plätzchen geschnorrt (gebettelt). "Frau Großwald, haben Sie nicht ein Plätzchen für mich?".

Ich gehe daher davon aus, dass unser Herr Großwald aus dem Herrenhaus der hauptverantwortliche Maler der Malerei Zehendner & Großwald war. Heute, am 04.10.2025, habe ich erfahren, dass noch ein weiterer Maler in der Malerei Zehendner & Großwald gemalt hat und das war Herrmann Weigel aus Schmiedefeld. Die Malerei war im Wohnhaus der Familie Zehendner eingerichtet.

Übrigens habe ich noch in Erfahrung bringen können, dass in der Liste der Fabrikarbeiter von Fraureuth ein Johann Großwald verzeichnet ist, so dass ich davon ausgehe, das unserer Herr Großwald in Verbindung mit der Einrichtung der Kunstabteilung aus Fraureuth hergekommen ist, was auch sein Wohnen im Herrenhaus erklärt.

Otto Zehendner ist mir als Geschäftsführer der in dieser Zeit in Lichte ansässig gewesenen Glasfabrik des Ernst Schmidt (genannt "der Rute" = der Rote) bekannt. Herr Zehendner lebte mit seiner 1. Frau in dem Haus Sonneberger Straße 30 in Lichte.  Seine 1. Frau war die Tochter (Thea?) des Glasfabrikanten Ernst Schmidt in Lichte, die das Haus von ihrem Vater bekommen hatte. Daher musste Herr Zehendner dort nach der Trennung von seiner Frau, die den Ort verlies, auch ausziehen.

Die Zehendner's hatten auch Verwandtschaft in Bayern, die Inhaber einer Porzellanfabrik waren und woher die Geschäftsidee und sicherlich auch Weissware zum Bemalen gekommen ist. In der Galerie der Porzellane verweisen die Bodenmarken allerdings auf verschiedene Firmen, von denen die Weissware bezogen wurde.

Heute habe ich ein sehr angenehmes Telefonat mit Siegfried Zehendner aus Lichte geführt. Er ist der Sohn von Otto Zehendner aus dessen zweiter Ehe. Er hat mir vorstehendes bestätigt. Von einer Malerei seines Vaters hat er auch erst vor einiger Zeit von einem Ortschronisten erfahren. Er war erst 5 Jahre alt, als sein Vater verstarb und 13 Jahre als auch seine Mutter starb. Über die Malerei ist, wie es aussieht nichts hinterlassen worden.

Man hatte mir schon vor einiger Zeit erzählt, dass sich im Keller des Hauses Sonneberger Straße 30 in Lichte, dem ehemaligen Wohnhaus der Zehendner's, ein Muffelofen befunden haben soll und man hier wohl Porzellan gebrannt hat. Und jetzt haben wir auch die Erklärung dafür. Aber es könnte auch sein, dass es den Muffelofen schon vorher gab und Herr Zehendner damit Schriftzüge in Glasviolen eingebrannt hat. Ob dies geht, versuche ich noch herauszufinden.

Man konnte sich auch noch erinnern, dass ein Firmenschild vorhanden gewesen ist, dem man jedoch keine Bedeutung schenkte.

Daher gehe ich davon aus, dass die Malerei Zehendner & Großwald dort ansässig gewesen ist. Ich habe auch erfahren, in welchem der Zimmer das Porzellan bemalt wurde.

Das war es, was ich über diese Malerei herausfinden konnte. 

Na ja, und da Frau Zehendner das Haus ihres Vaters nach ihrer Übersiedlung in die BRD dem Ehepaar Hutschenreuther vermacht hat, ist es das Haus Zehendner/Hutschenreuther geworden.

Und hier hat sich nun nach so vielen Jahren das besagte Firmenschild, welches sich als die oben gezeigte Porzellanplatte herausgestellt hat, wie durch ein Wunder doch noch angefunden...

 

Im Falle dieser wunderschönen Sammeltasse wurde Weissporzellan der Firma Carl Tielsch Altwasser von der Malerei Zehendner und Großwald in Lichte dekoriert.