Ernst Frisch, über den noch eingehender zu berichten sein wird, war nach meinen Nachforschungen der erste auswärtige Künstler neben Kurt Steiner, der in den 1950er Jahren beginnend Modelle für die Wallendorfer Porzellanfabrik zur Verfügung gestellt hat und zwar ausnahmslos Tiermodelle.
Der Bär mit der Modellnummer 1482 sollte seine erste Figur gewesen sein, es folgten Rehe und Pferde.
Zu den beiden Rehfiguren von Ernst Frisch, die ich in meine Sammlung aufgenommen habe, möchte ich bemerken, dass es sich bei diesen um Meisterwerke der Porzellankunst und der Tierdarstellung handelt. Weit entfernt von den globigen kitschigen Tierfiguren der Vergangenheit (kleines Reh im Vordergrund) zeichnen sie sich durch eine naturgetreue filigrane ästhetische Modellierung aus. Beim Anfassen hat man das Gefühl, die sehnigen Gliedmaßen eines realen Tieres zu berühren...
Sein Elchbulle mit dem herrschaftlichen Geweih ist schon eher eine Plastik, ein Meisterstück, und trägt die Modellnummer 1526. Er wurde wohl nicht sehr häufig im Inland verkauft und taucht selten einmal bei Händlern und Verkäufern im Internet auf. Schon häufiger ist sein Bison mit der Modellnummer 1554 anzutreffen.
Auch sein Strauß/Emu mit der Modellnummer 1560, der bereits auf der Frühjahrsmesse 1957 ausgestellt wurde, zeigt deutlich die künstlerische Entwicklung von Ernst Frisch auf.
Ab diesem Zeitpunkt (1957) traten in der Folge auch weitere Künstler wie Alfred Thiele, Walter Howard, Walter Arnold, Gustav Weidanz, Waldemar Grzimek, Erich Wurzer, Karl Lemke, und Jürgen von Woyski auf den Plan.
Es folgen von Ernst Frisch noch die Gazelle/Antilope mit der Modellnummer 1629, das Hermelin auf Ast mit der Modellnummer 1662, das liegende Bison/Wisent mit der Modellnummer 1676 und letztlich die Spielenden Bären mit der Modellnummer 1709.
Diese seine Modelle dürften alle in der Zeit vor 1964 entstanden sein, denn die Figur des Pianist und Sänger von Jürgen von Woyski mit der Modellnummer 1756 datiert nachweislich in das Jahr 1964.
Clara Herczegs Figuren mit den Modellnummern 1772 bis 1774 reihen sich dann noch in die Zeit danach ein.
Danach ist es wieder Kurt Steiner allein, der die Modelle für die Wallendorfer Porzellanfabrik modelliert.
Es war also um 1964, als die Zeit der auswärtigen Künstler ihr Ende nahm und Kurt Steiner wieder mehr allein als Modelleur für Wallendorf wirkte bis er 1970 verstarb. Da sind die Figuren Girl (1707), girl with a punch of flowers (1757), girl playing with a kitten (1759), bis hin zu Girl mit Plattenspieler (1778) entstanden.
Die Hose ist immer eng anliegend und farbig gestaltet. Die langen, am Saum weiten Ärmel sind elegant nach innen gewölbt gearbeitet. Die Haarfarbe ist extrem kräftig, die Haare sind stark strukturiert, die girls tragen goldene flache Schuhe. Ich würde daher sagen, das war die Girls Ära von Kurt Steiner.
Wie ich vermute, gehört auch das derzeit bei ebay angebotene Girl mit Pudel in diese Zeit. Das Hündchen ist bei mehreren Figuren zum Einsatz gekommen und weist den Weg zu Kurt Steiner. In meinem Modellbuch ist die Nummer 1758 und auch die Nummer 1760 noch frei, dort könnte die Girls Figur mit Pudel hineinpassen. Am einfachsten wäre natürlich der Blick ins originale Modellbuch, es wird mir allerdings seit 5 Jahren vorenthalten, aber was solls, so ist es viel spannender. Übrigens könnte man auch zur Bewahrerin der Wallendorfer Modellformen und diese bitten, die 1758 und 1760 herauszusuchen und zu schauen, ob es sich um die Figur Girl mit Pudel handelt.
Nach seinem Tode im Jahre 1970 ist zunächst Heinz Schober als hauptsächlicher Modelleur tätig, dessen Wirken von Harry Gretsch begleitet wird, bevor dann die Ära von Ina Böhm und Angela Bock/Kulling einsetzt.
Figuren des Monats
Diese Figur mit der Nr. 1571 gibt es auch noch, Armhaltung und Haargestaltung sind verschieden. Und dann gibt es auch noch die nachfolgenden kleinen sitzenden Ballerinen.
Ich habe tatsächlich eine Signatur auf der Figur gefunden und diese ist ein W mit einem angelehnten K dann ein Punkt ein B und ein Punkt (WK.B.). Diese Signatur kann ich gerade nicht zuordnen, jeden falls nicht zu einem der mit bekannten auswärtigen Künstler, die in den Jahren von 1954 bis 1964 für die Wallendorfer Porzellanfabrik tätig waren und ihre Modelle in Wallendorfer Porzellan ausgeformt haben.
Inzwischen hat sich noch eine Figur mit der gleichen Signatur und der Modellnummer 1430, eine viele frühere Modellnummer, gefunden. In diesem Modellnummernbereich, der in die Jahre 1953 bis 1957 fällt, waren m.E. noch keine auswärtigen Künstler für die Wallendorfer Porzellanfabrik tätig. Und tatsächlich habe ich die Figur auf den Ausstellungsfotos gefunden (rechte Vitrine, mittlere Etage, vorn). Es handelt sich um einen Bergmann mit Grubenlampe und Hacke.
Und jetzt ist mir eine Idee gekommen: der Modelleur könnte Kurt Bauer sein; vielleicht hatte dieser ja noch einen anderen, doppelten Vornamen. Über Kurt Bauer habe ich noch keine Lebensdaten...
Die Figur auf dem Foto zwischen den Ausstellungen ist nach dem alten Modell gestaltet, aber wesentlich "modernisiert" worden.
Für alle Händler mit Wallendorfer Porzellan Figuren, die eine Restauration bestehender Objekte anstreben und nicht über historische Vorlagen für fehlende Teile, wie beispielsweise die Grubenlampe, verfügen, hier noch mein Hinweis, dass der Formenschatz der Wallendorfer Figuren aufbewahrt wird und nach Anfrage möglicherweise für Restaurationen zur Verfügung gestellt werden kann:
https://www.thueringer-porzellan.de/w/wallerdorfer-formenschatz
Liebe Leser,
natürlich gilt unser Dank, unsere Anerkennung und Bewunderung in erster Linie den in Wallendorf, Lichte, den anderen Betrieben des VEB Vereinigte Zierporzellanwerke Lichte und den Nachfolgeunternehmen fest angestellten und langjährig tätigen Formgestaltern, Dekorgestaltern, Entwerfern und Modelleuren, die die Form- und Dekorgestaltung über einen Zeitraum von 50 Jahren maßgeblich bestimmt haben. Über diese und die von ihnen entwickelten Figuren berichte ich auf meiner Seite Künstlermodelle Figuren II.
Auf dieser Seiten sollen die für Wallendorf im Laufe der Jahre, vor allem der 50er, 60er und 70er Jahre tätigen auswärtigen Künstler und ihre Modelle im Bereich der Figuren in einer Übersicht zusammengefasst werden.
Zu den Künstlern, die Modelle für die Wallendorfer Figuren lieferten, gehörten u.a. Professor Fritz Cremer, Professor Walter Arnold, Professor Waldemar Grzimek, Professor Walter Howard, Professor Gustav Weidanz, Rudolf Oelzner, Alfred Thiele, Theo Balden, Karl Lemke, Etha Richter, Jürgen von Woyski, Erich Wurzer, Clara Herczeg (Budapest) und Ernst Frisch. Der Wallendorfer Betrieb arbeitete auch mit dem Verband Bildender Künstler zusammen. Die Arbeiten von Eberhard Roßdeutscher, Peter Strang und dem Künstlerkollektiv "Schaddelmühle" brachten neue Impulse für die Figurenproduktion.
In seinem Bericht zum 200. Jahrestag der Gründung der Wallendorfer Porzellanfabrik im Jahre 1964 schreibt Emil Vlasak, Coburg, zu dem Thema Kleinplastiken folgendes:
"Die Kleinplastiken der berühmten Porzellanfabriken waren und sind seltene Einzelstücke nur für wenige. Die Wallendorfer suchten und fanden einen Weg, sie billiger herzustellen und zu vervielfältigen. Heute ist es ihnen gelungen, die früher so seltenen, wirklich künstlerischen Kleinplastiken von ihrer Verbannung in Museen...zu befreien und zu einem relativ geringen Preis (m.A.: in einem anderen Zeitungsartikel wird ein Preis von 100,00 Mark der DDR genannt) vielen zugänglich zu machen...Überraschend vielseitig die heutigen, neuen Modelle des figürlichen Porzellans...Die verspielten feingliedrigen kleinen Figuren mit Witz und plastischem Reiz, etwa ein "Regenschirm-Paar" (mA.: von Jürgen von Woyski ) oder die "Sportplastik" (mA.: von Eberhard Roßdeutscher) sind gewiß Beweis hierfür."
In einem anderen Zeitungsartikel in der TNN heißt es, dass es der Leipziger Bildhauer Alfred Thiele war, der als erster Künstler den Mut hatte, Kleinplastiken für die Porzellanherstellung anzufertigen. Besonderen Anklang fand wohl sein Fischreiher. Erwähnt sind auch die Kleinplastiken aus dem Sportleben von Roßdeutscher sowie die Plastik "Ruf der Trommel" - die Figur eines Afrikaners von Erich Wurzer, Suhl. Hingewiesen wurde auch darauf, dass Wallendorf nicht nur eben glasiertes Porzellan, sondern ein seidenglänzendes Porzellan aus einer besonderen Masse herstellt, das bei der Gestaltung von Kleinplastiken reizvolle Wirkungen erzielt. Anlässlich des 200. Jahrestages hatte der Betrieb einen Wettbewerb ausgeschrieben, die besten Stücke wurden mit Preisen ausgezeichnet und angekauft. Natürlich wurden diese auch auf der Ausstellung zum Jahrestag gezeigt, wovon einige der Fotos in den Galerien zeugen.
In einem Zeitungsartikel, erschienen am 06.12.1962 im Rennsteig Echo Neuhaus, unter der Überschrift
Kunst für das Heim
heißt es:
Unter diesem Motiv (Motto) stellen die Wallendorfer Porzelliner rund 40 Porzellankleinplastiken zusammen mit Reproduktionen, Kunstbüchern und Druckgrafik der Kunstverlage ... und dem Verband Bildender Künstler im Pavillon der Kunst in Berlin, Unter den Linden, aus...
Damit zeigt das Kollektiv der fast 200 Jahre alten Wallendorfer Porzellanfabrik, daß es nicht nur versteht, die guten Exporttraditionen zu pflegen, sondern auch bei der Entwicklung neuer Sortimente in vorderster Front steht.
Wir sagen ganz offen, dass wir uns darüber freuen, daß wir als einzige Porzellanfabrik unsere Erzeugnisse in dieser Ausstellung zeigen dürfen. Dabei sind wir uns im klaren, daß die Aufgabe, die wir uns selbst gestellt haben, eine Porzellankleinplastik zu schaffen, die geeignet ist, an die Stelle bisheriger, überalteter Figuren zu treten und auch in künstlerischer Hinsicht der Forderung unserer Zeit entspricht, noch nicht gelöst ist. Die Ausstellung ist vielmehr dazu geeignet, eine breite Diskussion darüber auszulösen, was jetzt getan werden muß...
So wie wir wissen, daß die neu entwickelten Porzellan-Plastiken der Wallendorfer Porzellanfabrik noch nicht geeignet sind, anstelle der bisherigen figürlichen Erzeugnisse zu treten, ebenso müssen wir uns darüber klar werden, daß der größte Teil der alten Exponate den Forderungen unserer Zeit nicht mehr entspricht....
Das Haushaltsporzellan... ist schon jetzt fast restlos modern gestaltet und wird auch in immer größerem Umfang exportiert. Lediglich beim sogenannten "Zierporzellan", ... findet die neue, moderne Gestaltung nur spärlich Einlaß....
Uns geht es um die Entwicklung formschöner, praktischer, zur Erziehung eines lebensbejahenden, fröhlichen und gesellschaftlich denkenden Menschen geeigneter Erzeugnisse.
J. Habedank"
meisterhafte Frauenplastiken:
Liegende, 1962, Mailand-Biskuit, 50 cm lang
Stehende, 1962, Mailand-Biskuit, 58 cm
Ente, Modell Nr. 1586
Mädchenmaske, Modell Nr. 1587
Stehender Akt, Modell Nr. 1595, Mädchen in der Sonne
In einem Zeitungsartikel, erschienen am 06.12.1962 im Rennsteig Echo Neuhaus, heißt es in einer Bildunterschrift:
" ... und der technische Leiter der Wallendorfer Porzellanfabrik begutachten eine von Professor Arnold entworfene Mädchenmaske, die der modernen, kulturvollen Linie der Porzellanplastik entspricht, die der Betrieb jetzt verstärkt verfolgt."
Der Schrägstrich hinter der Bodenmarke (1587/1) auf dem linken Foto deutet darauf hin, dass in den 1950er Jahren (Schaubach VEB) mehr als eine Größe hergestellt oder zumindest geplant war, während später in den 1960er Jahren nur noch eine Größe hergestellt wurde und der Schrägstrich daher entfallen ist (Foto rechts).
Wildschwein, Mailand-Biskuit, Modell Nr. 1636, Signatur WG
Mann auf dem Pferd, 1957, Mailand-Biskuit, 4. Bild Mitte
Tänzerin (Mädchen mit verschränkten Armen), 53 cm, Modell-Nr. 1479 nach einer Bronze der Tänzerin der Palucca Schule nachgestaltet,
Die Tänzerin, Modell-Nr. 1571
Sitzende, 1957,
Liebespaar, 1965
Schwimmerin (1. Foto rechte Figur)
Pelikan, Modell 1693
(dieses Modell in einem Figurenkatalog Ernst Frisch wohl fälschlicherweise zugeordnet, einem Alfred-Thiele- Experten zufolge ein Modell von Rudolf Oelzner, einem Schüler von Alfred Thiele - alles klar?)
Junger Elefant (Elefantenjunges), 1959, weiß glasiert, 9 cm (Bronze 1936)
- Wallendorfer "Liebespaar" 1964 (modelliert von Peter Strang, staffiert von Heinz Werner), Nr. 1813
- Hahn, weiß glasiert, 1966,
- Stehendes Mädchen "Susanne", weiß Glasur mit farbiger Aufglasurmalerei in Violett und Gold, 1966, 25 cm, Dekor: Heinz Werner,
- Junges Mädchen, 1966, 29,5 cm, Aufglasur farbig
Das Wallendorfer Liebespaar ist derzeit im Schlossmuseum in Eisfeld ausgestellt.
Bezüglich der nachfolgenden Figur, Stehendes, Zopf flechtendes Mädchen, Modellnummer 1846, die bisher keinem Künstler zugeordnet werden konnte, habe ich inzwischen erfahren, dass diese von Peter Strang modelliert wurde und zwar etwa 1966/1967.
Es soll sich um die im Katalog "Modernes Porzellan aus Wallendorf" unter Pos. 53 aufgeführte Figur "Junges Mädchen" handeln. Allerdings war die damals ausgestellte Figur dem Katalog zufolge in einem farbigen Aufglasurdekor gestaltet.
Ist diese Figur etwa identisch mit der in einem anderen Katalog angeführten Figur "Stehendes Mädchen Susanne" ?
Auch für den weiß glasierten Hahn gibt es vorerst noch keinen Bildnachweis.
Plastik "Liebespaar unter dem Schirm", 1959, weiß glasiert, auch Aufglasurdekor grün,
(für eine gleichnamige Gaststätte als "beziehungsreiches" Reiseandenken angefertigt um 1964)
Pianist und Sänger vor Flügel stehend, Nr. 1756, 1964
Das Liebespaar unter dem Schirm ist im Schloss Museum Eisfeld ausgestellt und dort in zwei Dekorvariaten vorhanden.
Auch die Figur Sänger und Pianist kann besichtigt werden.
Zu Jürgen von Woyski möchte ich noch anmerken, dass er in den 70er Jahren zahlreiche Plastiken geschaffen hat, die meine Heimatstadt Potsdam verschönen; mit denen insbesondere der Staudenhof gestaltet war, durch den ich gern flaniert bin und der ja nun leider dem Abriss anheim gefallen ist.
Jürgen von Woyski: Pianist und Sänger vor Flügel stehend, Modell Nr. 1756 aus 1964
Hier leider nur ein Teil der Figurengruppe aus dem ehemaligen Musterzimmer von Wallendorf. es fehlt der dazugehörige Pianist mit Sitzbank
Die Figur in ihrer ganzen Schönheit kann derzeit im Schlossmuseum Eisfeld besichtigt werden.
Hockende, Modell Nr. 1684
Zeitung lesendes Mädchen, Modell Nr. 1685
Spielendes Kind, Modell Nr. 1686
Hände waschendes Mädchen, Modell Nr. 1691
Mutter und Kind, Modell Nr.1701
Mädchenkopf
"Ruf der Trommel" Figur eines Afrikaners
Signatur E. Wurzer
In einem Zeitungsartikel, erschienen am 06.12.1962 im Rennsteig Echo Neuhaus, unter der Überschrift
Kunst für das Heim
heißt es in einer Bildunterschrift:
" In der Reihe der geschmackvollen, schönen Figuren, die der Wallendorfer Produktion mehr und mehr das Gepräge geben, ist diese anmutige Mädchenplastik des bekannten Bildhauers Wurzer eine der schönsten."
Diese Figur ist meist nur in Biskuitporzellan ausgeführt erhältlich. Hier ein einzigartiges Modell in glasierter Form. Die Größe ist enorm und so gleicht dieses prächtige Modell eher einer Skulptur als einer Porzellanfigur, wie sie im Größenvergleich nachfolgend sehen können.
Seltene Figur der Wallendorfer Moderne mit der Modellnummer 1685, die Erich Wurzer aus Suhl zugeschrieben wird. Sie hat die Größe einer Plastik und ist in Biskuitporzellan ausgeführt - ein repräsentativer Zeitzeige moderner Porzellankunst in der DDR der 60er Jahre, hergestellt in der Porzellanfabrik Wallendorf.
auf dem Bauch liegender Akt, Modell Nr.1772.
Ruhendes Modell, Modell Nr. 1773
Lesendes Mädchen, Modell Nr. 1774
Signatur Herczeg Clara
Und bald können wir die auf dem Bauch Liegende von Clara Herczeg hier bewundern...
Kleinplastiken aus dem Sportleben:
auf den Fotos zu sehen: Bahnradfahrer, Jockey, Turnierreiterin
Sportplastik (Mädchen Handstand beginnend über Junge), 1963/1964, Modellnummer 1818
Grazile Frauenplastiken:
Hemdausziehende, 1964
Sich Trocknende, 1964
Mädchen im Spiegel, 1964
Tierplastiken
Spiegel Wallendorf mit Spiegelbild der Figur Sich Trocknende von Roßdeutscher
Die Fotos wurden dankenswerter Weise von R. Münchow für die Webseite zur Verfügung gestellt.
Wartende, Jahr 1959, 32 cm hoch, 32 cm breit,
befindet sich im Bestand des Museums Eisfeld
Sitzende (1. Bild Mitte und 2. Bild rechts)
auf dem Rücken liegender Akt, Ruhende, Modell Nr. 1623
Fräulein, 1959, mit der Modellnummer 1750, befindet sich im Bestand des Museums Eisfeld
Ich hoffe, diese Zuordnung der Figur aus der Broschüre "Modernes Porzellan aus Wallendorf" ist richtig; Hubert Schiefelbein hat nach seiner persönlichen Angabe keine Figur für Wallendorf entworfen.
Auf der Suche nach Karl Lemke im Netz bin ich natürlich gleich fündig geworden, bei wikipedia, natürlich, aber es gibt eine Quelle des Wissens über Karl Lemke, die nach der Art ist, wie ich es eher mag und das ist die vorstehende Quelle.
Und natürlich wurde mir dabei klar, dass ich schon einmal auf der Suche nach dem Bildhauer Karl Lemke war, ganz zu Beginn meiner Webseiten-Geschichte, ganz ohne das Wissen von heute, das es natürlich anders macht. Und wie es aussieht, führt einen das Leben auf die Wege, die sein müssen, weswegen es auch nicht verwunderlich ist, dass wir uns gerade erst im Sommerurlaub 2025 die Ausstellungen im Haus Irmgard in Heringsdorf angesehen haben, welches ja früher das Maxim-Gorki-Museum beherbergte. Und die Skulptur von Maxim Gorki, die vor dem Haus Irmgard in Heringsdorf steht, ist von niemand Anderem erschaffen als von dem Bildhauer Karl Lemke.
Und so musste es wohl auch sein, dass ich Ende 2025 noch die zweite Porzellanfigur von Karl Lemke erworben habe, obwohl sie für meine Verhältnisse viel zu teuer gehandelt wurde, um noch einmal über Karl Lemke zu recherchieren und auf die vorgenannte Webseite zu stoßen.
alter Angler, 1959, 12.5 cm hoch, 20,5 cm breit
Sängerin, weiß glasiert, 1959
Kind mit Bilderbuch, farbig lasiert, 1959,
Kakteenfreund, farbig lasiert, 1959
ob es sich um die nachfolgenden Figuren handeln könnte , ist noch nicht belegt.
Da bin ich wieder für Sie, Ihre Porzellan-Reporterin
de K o g e n 's Sylvia,
mit meinen Geschichten rund um's Porzellan.
hervorragende Tierplastiken:
Watussi Rind, Modell Nr. 1582, 1958, 9 cm x 11 cm,
liegendes Rind mit kurzen Hörnern
Fischreiher, Modell Nr. 1583
Giraffe stehend, Modell Nr. 1584
Giraffe schreitend,
Malayen-Hahn, Modell Nr. 1589
Marabu, Modell Nr. 1591
Hengst, Modell Nr. 1592
Lama, Modell Nr. 1599
Antilope oder Kuhantilope, Modell Nr. 1619
Stehende Kuhantilope,
Liegende Kuhantilope,
Guanako Lama stehend, Modell Nr. 1642
Liegendes Guanako Lama, Modell Nr. 1656
Spannende Katze, 1959, Modell Nr. 1681
Kampfhahn
SIGNATUR ALF. TH.
der Kampfhahn der Wallendorfer Porzellanfabrik
das stehende Rind der Wallendorfer Porzellanfabrik
das stehende Guanako, der Hengst, die Kuhantilope und die Kropftaube? der Wallendorfer Porzellanfabrik
Der Reiter auf Pferd ist der sogenannte "Puztahirt" von Alfred Thiele.
Die Wallendorfer Porzellanfiguren in der Ausstellungsvitrine im Grassimuseum 1958 (linkes Foto) sind sämtlich von Alfred Thiele modelliert.
obere Reihe von links nach rechts:
Malayen-Hahn (Nr. 1589), Hengst (Nr. 1592), Antilope, später auch stehende Kuhantilope genannt, Laufende Giraffe
mittlere Reihe von links nach rechts:
Stehendes Guanaco (Nr. 1642), Kampfhahn, Giraffe stehend (Nr. 1584)
untere Reihe von links nach rechts:
Marabu (Nr.1591), Lama (Nr. 1599), Liegendes Guanaco (Nr.1656)
Bei den Nummern in den Klammern handelt es sich um die Modellnummern.
Einige dieser Figuren wurden anlässlich der Ausstellung vom Grassimuseum aufgekauft, wie auf den hinteren doppelten Schildern zu entziffern ist.
Und dank unserem Alfred Thiele Experten in Leipzig (thebitch), der dessen Leben und Werk zu seinem Magisterarbeitsthema machte, haben wir auch die Bestätigung vermittels einer Figur des Lamas von Alfred Thiele für die Wallendorfer Porzellanfabrik gefunden, die in Mailand Biskuitmasse ausgefertigt und auf der Plinte mit Alf. Thiele signiert ist. Von dieser Figur gab es vorher auch eine Ausformung von Alfred Thiele in Bronze.
Porzellanfigur Lama Alfred Thiele Leipzig Schaubachkunst Wallendorf W1764 sign. | eBay.de
Die hiesige Figur im Bestand der Sammlung ist in glasiertem Porzellan ausgefertigt und nicht signiert.
Das Modell der "spannenden Katze" wurde nach 1990 von der Wallendorfer Porzellan Manufaktur in farbiger Bemalung angeboten.
hervorragende Tierplastiken
Esel
"Im Messehaus Grassi-Museum, wo Kunsthandwerk und Kunstgewerbe ihre Erzeugnisse ausstellen, haben der VEB Wallendorfer Porzellanfabrik Lichte-Wallendorf und der VEB Moderne Kunst Berlin ihren gemeinsamen Stand. E. L. zeigt Messebesucherinnen die schönen Tierplastiken von Alfred Thiele ("Reiher" und "Malaienhahn") und Alfred Priebe ("Esel")."
Der Zeitungsartikel trägt kein Datum; zeigt jedoch die gleiche Einrichtung und Porzellane stehen an gleicher Stelle, wie auf dem nachfolgenden Foto von der Leipziger Herbstmesse 1966.
Bär, Modell Nr. 1482
Liegendes Rehkitz, Modell Nr. 1499
Stehendes Rehkitz, Modell Nr. 1517/2
Pferdepaar, Modell Nr. 1525
Elch, Modell Nr. 1526
Strauß/Emu, Modell Nr. 1560, Presssignatur JB/SB
Liegendes Pferd, Modell Nr. 1596
Pelikan mit ausgebreiteten Flügeln, Modell Nr. 1616
Gazell/Antilope, Modell Nr. 1629
Hermelin auf Ast, Modell Nr. 1662, Presssignatur RP
Eisbär
Pelikan, Modell 1693 (dieses Modell in einem Figurenkatalog Ernst Frisch wohl fälschlicherweise zugeordnet, einem Alfred-Thiele-Experten zufolge ein Modell von Rudolf Oelzner)
Signatur E. Frisch
Das Pferd von Ernst Frisch mit der Modellnummer 1596 wurde in den 1950er Jahren aus einer angenehm zartweichen Biskuitmasse hergestellt.
leider ohne Ohr und mit abgebrochenem Horn bei mir gelandet
hier noch mit Ohr und Horn
jetzt in Biskuit und in glasierter Form
ja, hier war der Schwanz noch dran
Die vorstehende Galerie enthält Porzellane, die noch nicht zugeordnet werden konnten.
Die auf den vorstehenden drei Fotos zu sehende Figur eines weißen Panthers ist auf vielen Fotos zur Ausstellung im Kulturhaus Wallendorf 1964 zum 200. Jahrestag der Gründung der Wallendorfer Porzellanfabrik zu sehen. In Natura habe ich die Figur in den letzten zehn Jahren nicht entdeckt. Ob es sich um de Figur mit der Modellnummer 1577 handelt, kann ich daher auch nur vermuten.