Die Familie Heubach in Lichte

Emma Heubach - unsere "Ems"

Tochter von Richard Heubach,                          einer der Gebrüder Heubach

1891 - 1955

Ein Kinderbildnis von ihr und ihrer Schwester Matthilde Heubach, jeweils gemalt auf Porzellanplatte, können Sie im Museum Otto Ludwig in Eisfeld bewundern. Und jetzt als Leihgabe von dort mit einem herzlichen Dank an den Direktor Heiko Haine auch auf dieser Webseite. Wie ich bereits an anderer Stelle erwähnt habe, lohnt sich ein Besuch des Museums, nicht zuletzt wegen der ausgestellten Porzellanplatten, die man einfach gesehen haben muss.

 

Wie unschwer zu erkennen ist, sehen wir Emma links und Matthilde rechts auf dem Foto - nein es sind ja keine Fotos - es handelt sich um Porzellanplatten

 

Zusätzlich habe ich noch ein Bild von Richard Heubach, dem Vater, dazu erhalten, Eigentum des Thüringer Museums in Eisenach, derzeit als Dauerleihgabe im Eisfelder Museum. Die Kinderbildnisse wurden von Hermann Meisel, das des Vater von Louis Scherf gemalt.

18.08.1861 - 1949

 

In dem Buch von Dagmar Lekebusch über die Firma Heubach erfahren wir, dass Emma Heubach in der Firma ihres Vaters Handlungsvollmacht hatte.

 

 

Dieses eine Foto mag man mir gestatten, denn es zeigt alltägliches Leben in Lichte.

 

"Hans Lincke in Lichte!

Feierlicher Einzug!

August 1941"

 

Emma Heubach links

Richard Heubach rechts

 

Hans Lincke (1889-1945) ist der Ehemann der Schwester von Emma, von Matthilde.

 

Nachfolgend Fotos vom Kindergarten der Firma Heubach um 1945 in der ersten Etage des Hauses der ehemaligen Haags-Mühle (siehe Haag Page, Standort), das heutige Wohnhaus von Dieter Hähnlein.

 

 

Folgende Mitglieder der Familie Heubach sind ausgewandert:

Helma Heubach, Tochter von Anton Heubach,

Hermann Heubach,

Louis Heubach,

Philipp Heubach (184871919), ältester Sohn von Louis Heubach

 

 

Es hat sich ein Taufeintrag für Lichte für das Jahr 1862 gefunden, aus dem hervorgeht, dass Paten bei der Geburt des Kindes des Modelleurs Philipp Greiner in Lichte waren: sowohl Friedrich Sontag, der Sohn des Fabrikbesitzers Ernst Sontag in Geiersthal (16 Jahre alt) als auch die Tochter des Fabrikbesitzers Anton Heubach in Lichte, Helma Heubach. Und nun halten Sie sich fest, Helma Heubach ist 1869 im Alter von 20 Jahren ausgewandert. Und so liegt die Vermutung nahe, dass diese zu den Sontags-Söhnen nach Chicago ausgewandert ist. Wurde sie sogar die Frau von Friedrich Sontag?

 

So wird das Erbe der Mitglieder der Familie und insbesondere der Inhaber der Firma Gebrüder Heubach in Lichte, die 100 Jahre dafür gesorgt haben, dass die Einwohner von Lichte Arbeit  und ein geregeltes Einkommen hatten und die den Ort in der ganzen Welt bekannt und berühmt gemacht haben, auf dem Friedhof in Lichte bewahrt:

 

 

Und noch eine sehr informative Todesanzeige mit der Geschichte der Familie Heubach beginnend mit dem Urvater Johann Simon Heubach (1759-1825), der mit Isabella Margaretha geb. Greiner verheiratet war.

 

Die ersen beiden Söhne aus diese Ehe waren Philipp Heubach (1799-1868) und Christoph Heubach (1792-1871), sie waren die Gebrüder Heubach, die die gleichnamige Porzellanfabrik in Lichte begründet (von Wilhelm Liebmann als Nachfolger von Johann Heinrich Leder am Standort Lichte gekauft haben) haben.

 

Der weitere dritte Sohn Gabriel Heubach (1808-1898), der Amalie Louise Kämpfe (1808-1885) geheiratet hat, wurde 1833 Mitinhaber der (Hammannschen) Wallendorfer Porzellanfabrik am Standort Wallendorf, die bei seinem Ableben Kämpfe und Heubach Porzellanfabrik Wallendorf hieß.

 

"Der Name Heubach ist mit der Geschichte des thüringischen Porzellans und namentlich mit der Entwicklung der Porzellanmalerei als selbständiger Geschäftszweig eng verknüpft.

 

Der Vater des nun verstorbenen ehrwürdigen Seniors der Porzellanfabrikation des Thüringer Waldes. Joh. Sim. Heubach, war noch Zeitgenosse des Erfinders des thüringischen Porzellans, des Gotthelf Greiner.

 

Neben der hausindustriellen Perlenmacherei und dem Perlenhandel wandte er sich bei Heranwachsen seiner von Jugend an mitarbeitenden Söhne Christoph, Philipp und Gabriel der Porzellanmalerei zu, das Geschäft gedieh zu hoher Blüte und wurde anderen Unternehmungen zum Vorbild.

 

Christoph und Philipp gründeten dann die Porzellanfabrik in Lichte 1820 und später trat Gabriel in die aus dem Jahre 1765 stammende Porzellanfabrik in Wallendorf ein.

 

Auf ein an Mühe und Arbeit, aber auch an Befriedigung und Erfolgen reiches, ungewöhnlich langes Leben konnte der Verstorbene zurückblicken. Zwei Generationen von Arbeitern haben dankbar für sein warmes Wohlwollen, seine väterliche Fürsorge und für seine Gerechtigkeit unter ihm zufrieden ihr Auskommen gehabt. Nahe und weite Kreise haben ihn geehrt und seine edlen Charaktereigenschaften geschätzt.

 

Alle, welche ihn gekannt, und auch die Mitglieder des Verbandes werden den Heimgegangenen ein ehrendes Gedächtnis bewahren."